"Ein Titan im Dienste von Brahms"

Dem Lausanner Pianisten Dan Poenaru gelingt eine Herausforderung: In einem Elan beide Klavierkonzerte von Brahms aufzunehmen, und das auch noch live im Konzert! Beide Klavierkonzerte von Brahms zu interpretieren, und das noch im gleichen Elan, ist wie ein Monument errichten, ist wie eine nach der anderen Kathedrale und Festung mit nackten Händen errichten, Stein um Stein. Die Berufung eines Bauherrn genügt hier nicht, gigantische Kraft, Ausdauer und Virtuosität sind erforderlich, um diese beiden so umfangreichen wie auch herausfordernden Werke anzugehen. Und es bedarf Grösse, ausserdem. Dan Poenaru, der in Lausanne lebende rumänische Pianist, wo er eine Klavierschule gründete, vereint all diese Qualitäten in sich, verbunden mit tiefem Sinn des Tragischen und grosser Empfindsamkeit. Diese CD, eine Liveaufnahme während eines Konzertes in seinem Heimatland, das er Anfang der 80er Jahre verliess um der Diktatur von Ceausescu zu entgehen, ist ein Beweis dafür. Im ersten Klavierkonzert enthüllt der Pianist ein Temperament das Seinesgleichen nur in der mit Melancholie getönten Zärtlichkeit findet, die er in Momenten der Ruhe, die Brahms Werk durchziehen, zum Ausdruck bringt. Brahms schrieb diese Komposition unter dem Eindruck des Entsetzens, den Selbstmordversuch von Schumann, dem Freund, dem Älteren, dem Ebenbürtigen, erlebt zu haben als er sich in den Rhein stürzte und schliesslich endgültig im Wahnsinn versank. Die vom Solisten entfalteten Kontraste tragen zu einer ergreifenden Dramatisierung der Partitur bei, die der Komponist als Grabmahl zu Ehren von Schumann sah. Das Klavier, meisterhaft begleitet durch das Philharmonische Orchester „Mihail Jora“, Bacau, errichtet eine Nekropole, wird Trauerrede, Gebet und Totentanz. Mit dem zweiten Klavierkonzert erhellt sich die Nacht: der Sturm, der die innere Umnachtung und das tragische Ende Schumanns widerspiegelte weicht, und macht einer feierlichen Ruhe Platz. Poenarus Spiel entfaltet eine gewisse Schalkhaftigkeit, eine Leichtigkeit. Seine Finger scheinen sich über die Schwierigkeiten und Stolperstellen zu belustigen, insbesondere im vierten Satz des Komponisten des Deutschen Requiems. Es ist kein Zufall, dass der rumänische Pianist sich Brahms für diese CD-Aufnahme aussucht, handelt es sich doch um seinen Lieblingskomponisten. Sicher ist dies die Erklärung dafür dass er ihn so reich beschert"
Léo Bollinger, 24 Heures Lausanne
Übersetzung aus dem Französischen: Ursula Geiselhart

"…Der rumänische Interpret, ein Lyriker, überzeugter Kolorist und vollkommener Virtuose, hat mit ergreifender Aufrichtigkeit sein Publikum mit so viel Schönheit, Wissenschaft und Beherrschung in den Bann gezogen…" [Anmerkung des Herausgebers : Liszt – Sonate in h-moll]
Journal de Vevey – Riviera

"…Der Höhepunkt wurde mit dem Quintett in f-moll von Franck erreicht, als der bewundernswerte Pianist, Dan Poenaru, dazukam. Mit Anerkennung gebührender Aufrichtigkeit und Temperament haben sie die drei Sätze der Komposition interpretiert…"
Journal d'Aix-en-Provence

"…Der Pianist Dan Poenaru […] hat die Bilder einer Ausstellung von Moussorgski mit grosser Sensibilität, Feinheit und aussergewöhnlicher Virtuosität meisterhaft interpretiert…"
Journal de Sainte Croix

"…Bei dem berühmten Trauermarsch, der den 3. Satz der Sonate Nr. 2, Op. 35, bildet, lässt Dan Poenaru aus seinen Fingern spürbare Emotionen fließen. Das Adagio, unerwarteter Sonnenstrahl inmitten abgrundtiefer Traurigkeit, ist von unglaublicher Grausamkeit…"
Journal L'Est Vaudois